Eine seriöse Tierschutzorganisation finden
Einen Hund aus dem Ausland ein Zuhause zu schenken ist eine wirklich bewundernswerte und tolle Entscheidung. Immer öfter wird der gute Wille und das Mitgefühl von Menschen, die bereit sind einem Hund aus dem Tierschutz ein Zuhause zu bieten, aber ausgenutzt. Aus Berechnung oder auch einfach nur aus Überforderung, werden Hunde ohne geregelten Auswahlprozess zu ihren neuen Besitzern gebracht und danach sind diese mit den eventuell auftretenden Problemen auf sich allein gestellt. Das geht von schwer kranken oder traumatisierten Tieren bis zu wirklich gefährlichen Hunden.
Googelt man nach Hunden aus dem Tierschutz, findet man eine Vielzahl an Organisationen. Viele sind seriös – aber einige schlagen Profit aus unserer Gutgläubigkeit. Illegaler Welpenhandel ist nur eine der schlimmen Auswirkungen. Ca. 350.- Euro pro Welpe sind in vielen Süd-Osteuropäischen Ländern eine Menge Geld. Die Gewinnspanne ist groß.

Hier sind ein paar Tipps, die euch helfen einen seriösen Tierschutzverein zu finden:
Bereits die Internetseite sagt einiges über den Verein aus. Du solltest auf Folgendes achten:
• Die Seite wird regelmäßig aktualisiert.
• Du wirst über Notfälle, Pflegestellen und Vermittlungen informiert.
• Die Beschreibungstexte ähneln sich nicht wie ein Ei dem anderen, sondern es wird auf die Eigenschaften des einzelnen Hundes eingegangen. Organisationen, die die meisten ihrer Hunde als lieb, verspielt und noch etwas schüchtern bezeichnen, sind nicht gewillt oder in der Lage den richtigen Hund für die richtigen Menschen auszuwählen.
• Aussagen wie: „Dieser Hund kommt in die Tötungsstation ohne unsere Hilfe“, sollen uns unter Druck setzen, lasst bitte die Finger davon. Diesen Organisationen geht es mehr um Spenden und die Schutzgebühren als um das Wohl der Tiere.
• Es werden auf der Homepage auch Hintergrundinformationen zu Partnertierheimen und Tierärzten im Ausland, Pflegestellen, Kastrationsprojekten etc… zur Verfügung gestellt.
• Es werden nicht nur süße Welpen und Junghunde vermittelt. (Das kann auf illegalen Welpenhandel hindeuten.) Schließlich sind es oft die älteren, nicht mehr so niedlichen Hunde, die Hilfe brauchen.

Hast du eine Organisation gefunden? Oder dich sogar bereits in einen Hund verliebt? So sollte es ablaufen:
• Grundsätzlich sollte ein Welpe erst mit 4 Monaten auf die Reise nach Deutschland gehen.
• Alle Papiere müssen vorhanden sein, ein EU-Heimtierausweis mit den Impfnachweisen und der Microchip mit der ID.
• Versuche möglichst viele Informationen über diesen Hund zu bekommen. (Herkunft, Rasse, was hat er bereits erlebt, was kennt er schon, Charaktereigenschaften, …)
• Der Tierschutzverein sollte Wert darauf legen, möglichst viel über dich und das neue Zuhause zu erfahren und empfiehlt dir daraufhin einen passenden Hund.
• Es wird eine ordentliche Vorkontrolle bei euch durchgeführt.

• Lasst euch beraten, was der Hund braucht um sich wohlzufühlen. Sind die Voraussetzungen bei euch gegeben, wie z.B.: Ist er für ein Leben in der Stadt überhaupt geeignet? Oder braucht er eher mehr Ruhe? Sind kleine Kinder in der Familie ok? Andere Haustiere? Kann er auch mal alleine sein? Soll er mit ins Büro? Wollt ihr häufig unterwegs sein? Habt ihr oft Besuch? Habt ihr Zeit für viel Beschäftigung oder eher weniger u.s.w.
• Stellt alle Fragen, die euch einfallen und schreibt die Antworten auf.

• Ihr macht einen Schutzvertrag nebst Schutzgebühr. Diese sollte nicht über 300 - 450 Euro liegen.

• Gibt es einen Ansprechpartner für die Zeit nach der Adoption? Die Organisation sollte auch nach dem Adoptionsprozess für euch da sein. Es können trotz aller Vorsichtsmaßnahmen Probleme auftauchen – z.B. der Hund ist krank oder er kommt nicht in seiner neuen Umgebung zurecht… In solchen Situationen sind Namen und Kontaktdaten eines verantwortlichen Ansprechpartners unerlässlich.

• Es wird eine Nachkontrolle bei euch durchgeführt.

Einen Hund aus dem Ausland zu adoptieren und ihm ein schönes Leben zu ermöglichen ist eine wunderbare Sache. Lasst euch aber nicht allein vom Mitleid leiten, sondern wählt bewusst und ohne Zeitdruck. Ein Hund wird 10 bis 16 Jahre alt. Es wäre wünschenswert, dass er so lange bei euch leben darf und beide Seiten mit dieser Entscheidung happy sind und bleiben.

Foto: Ulrike Leone/Pixabay

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